|
Riesengaudi für die Kinder |
|
von sz-mitarbeiterin christiane roos |
|
Die
Blicke der Organisatoren gingen gestern immer wieder zum Himmel. Doch das
Wetter hielt, und schließlich kamen bis zu 8000 Leute zum Kinder- und
Familienfest der Stadt Homburg in den Stadtpark. Und all diejenigen, die
gekommen waren, hatten viel Spaß. |
Homburg. Der Blick zum Himmel verhieß gestern Morgen nichts Gutes.
Dort oben zogen sich dunkle Wolken immer dichter zusammen. Würde das Kinder-
und Familienfest im Regen ertrinken? Was kam, waren ein Paar
Niesel-Tröpfchen, doch sonst blieb es trocken. "Meine Strategie
hilft", sagte Petra Junk, Leiterin des
städtischen Kinder- und Jugendbüros am frühen Nachmittag. "Ich höre
keinen Wetterbericht und mache mich nicht verrückt." Und so kamen bei
bedecktem Himmel und warmem Wetter wieder Tausende in den Homburger
Stadtpark. Zum Spielen, Sporteln, Spaß haben.
"Seit halb zwei strömen die Leute hierher. Es ist so klasse. Ich bin
richtig, richtig zufrieden." Petra Junk
strahlte und erzählte, was bei den Festbesuchern am Besten ankam:
"Alles, bei dem man sich bewegen kann." Die beiden Hüpfburgen -
Klassiker aller Feste, die von Kindern besucht werden - waren ebenso umlagert
wie die verschiedenen Rutschbahnen. Auch die Pferde machten den Kindern
großes Vergnügen. Der Reit- und Fahrverein Homburg, der erste Voltigier-Club
und der Reitverein Einöd hatten sich zusammengetan und sechs brave Pferde
mitgebracht. In einer langen Schlange warteten die Kinder geduldig darauf,
auf einen der Füchse oder Braunen gesetzt und um das Dressurviereck geführt
zu werden. Die sechsjährige Vanessa war begeistert: "Ich mag Pferde, die
sind niedlich." Und sie versicherte, wirklich gar keine Angst gehabt zu
haben, obwohl das Pferd riesengroß war. Moritz, sieben Jahre alt, hatte
bei seinem Ausflug in Schwindel erregende Höhen "ein bisschen
Angst", aber nur zu Anfang. Zusammen mit seinem neunjährigen Bruder Nils
und Walter Seibert von der Jugendfeuerwehr Homburg Mitte ließ er sich im Korb
einer Drehleiter bis auf 25 Meter hoch fahren. Etwas kalt sei es da oben
gewesen, erzählt Nils. "Aber dafür hat man viel mehr gesehen als
unten", meint Moritz. Patrick Siegler vom
sozialpädagogischen Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo)
hatte alle Hände voll damit zu tun, Kinder festzuhalten - beim
Waschmaschinentrommel-Lauf. Matthias, neun Jahre alt, wurde auf der einen
Seite von Siegler, auf der anderen Seite von seiner
Mama fest gehalten, während er auf der Trommel lief: "Das ist ziemlich
wackelig, aber es hat Spaß gemacht." 6000 bis 8000 Besucher seien zum
Fest gekommen, schätzte Petra Junk, und wer die
lachenden Kindergesichter gesehen hat, wusste: Sie alle hatten einen
Riesenspaß. "Ich höre keinen
Wetterbericht und mache mich nicht verrückt.“ - Petra Junk,
Jugendpflegerin Meinung
Fest mit großer Fangemeinde
Von sz-Redakteur Peter Neuheisel Den richtigen Termin für das
Kinderfest zu finden, war in diesem Jahr nicht gerade einfach: zuerst die
Fußball-WM, dann die Ferien. Deshalb entschieden sich die Macher, diesmal in
den September auszuweichen. Wie man gesehen hat, war die Entscheidung
richtig. Das Wetter hielt, wenn es gestern auch lange verdächtig nach Regen
ausgesehen hatte. Aber mittlerweile steht das Fest auf gesunden Beinen, hat
eine große Fangemeinde. Die Leute kommen, selbst wenn Regen droht. Und das
ist eigentlich das größte Kompliment für die Veranstalter.
|
||||||||||||