Riesengaudi für die Kinder

 

von sz-mitarbeiterin christiane roos

Die Blicke der Organisatoren gingen gestern immer wieder zum Himmel. Doch das Wetter hielt, und schließlich kamen bis zu 8000 Leute zum Kinder- und Familienfest der Stadt Homburg in den Stadtpark. Und all diejenigen, die gekommen waren, hatten viel Spaß.

 

  

Vorsichtig bauen Philip und Felix einen hohen Turm.

 

Homburg. Der Blick zum Himmel verhieß gestern Morgen nichts Gutes. Dort oben zogen sich dunkle Wolken immer dichter zusammen. Würde das Kinder- und Familienfest im Regen ertrinken?

Was kam, waren ein Paar Niesel-Tröpfchen, doch sonst blieb es trocken. "Meine Strategie hilft", sagte Petra Junk, Leiterin des städtischen Kinder- und Jugendbüros am frühen Nachmittag. "Ich höre keinen Wetterbericht und mache mich nicht verrückt." Und so kamen bei bedecktem Himmel und warmem Wetter wieder Tausende in den Homburger Stadtpark. Zum Spielen, Sporteln, Spaß haben. "Seit halb zwei strömen die Leute hierher. Es ist so klasse. Ich bin richtig, richtig zufrieden." Petra Junk strahlte und erzählte, was bei den Festbesuchern am Besten ankam: "Alles, bei dem man sich bewegen kann." Die beiden Hüpfburgen - Klassiker aller Feste, die von Kindern besucht werden - waren ebenso umlagert wie die verschiedenen Rutschbahnen.

Auch die Pferde machten den Kindern großes Vergnügen. Der Reit- und Fahrverein Homburg, der erste Voltigier-Club und der Reitverein Einöd hatten sich zusammengetan und sechs brave Pferde mitgebracht. In einer langen Schlange warteten die Kinder geduldig darauf, auf einen der Füchse oder Braunen gesetzt und um das Dressurviereck geführt zu werden. Die sechsjährige Vanessa war begeistert: "Ich mag Pferde, die sind niedlich." Und sie versicherte, wirklich gar keine Angst gehabt zu haben, obwohl das Pferd riesengroß war.

Moritz, sieben Jahre alt, hatte bei seinem Ausflug in Schwindel erregende Höhen "ein bisschen Angst", aber nur zu Anfang. Zusammen mit seinem neunjährigen Bruder Nils und Walter Seibert von der Jugendfeuerwehr Homburg Mitte ließ er sich im Korb einer Drehleiter bis auf 25 Meter hoch fahren. Etwas kalt sei es da oben gewesen, erzählt Nils. "Aber dafür hat man viel mehr gesehen als unten", meint Moritz. Patrick Siegler vom sozialpädagogischen Netzwerk der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hatte alle Hände voll damit zu tun, Kinder festzuhalten - beim Waschmaschinentrommel-Lauf. Matthias, neun Jahre alt, wurde auf der einen Seite von Siegler, auf der anderen Seite von seiner Mama fest gehalten, während er auf der Trommel lief: "Das ist ziemlich wackelig, aber es hat Spaß gemacht."

6000 bis 8000 Besucher seien zum Fest gekommen, schätzte Petra Junk, und wer die lachenden Kindergesichter gesehen hat, wusste: Sie alle hatten einen Riesenspaß.

 "Ich höre keinen Wetterbericht und mache mich nicht verrückt.“   - Petra Junk, Jugendpflegerin

Meinung

Fest mit großer Fangemeinde

Von sz-Redakteur

Peter Neuheisel

Den richtigen Termin für das Kinderfest zu finden, war in diesem Jahr nicht gerade einfach: zuerst die Fußball-WM, dann die Ferien. Deshalb entschieden sich die Macher, diesmal in den September auszuweichen. Wie man gesehen hat, war die Entscheidung richtig. Das Wetter hielt, wenn es gestern auch lange verdächtig nach Regen ausgesehen hatte. Aber mittlerweile steht das Fest auf gesunden Beinen, hat eine große Fangemeinde. Die Leute kommen, selbst wenn Regen droht. Und das ist eigentlich das größte Kompliment für die Veranstalter.

  

Fasziniert verfolgten die Kinder im Homburger Stadtparkt mit ihren Eltern den Auftritt des Zauberkünstlers Kalibo. Fotos (2): simmet press